Grundsätzlich gilt für eine Elektro-Fußbodenheizung:
- Arbeiten an elektrischen 230V-Anlagen erfordern ausreichende handwerkliche Kenntnisse und dürfen nur von autorisierten Fachleuten durchgeführt werden.
- Bei Arbeiten an elektrischen Arbeiten muss sichergestellt sein, dass sämtliche Bauteile vom Netz getrennt sind!!
- Grundsätzlich gelten die gesetzlichen Bestimmungen der VDE 0100.
- Für Sach- und Personenschäden, die durch Missachtung der geltenden Normen entstehen, können wir keine Haftung übernehmen.
- auf ausreichend Bodenisolation achten (z.B. Estrich incl. Isolation)
- Dehnungsfuge von ca. 0,5-1 cm rund um die beheizte Fläche (Silikonfuge)
- Bauchemie für Flächenheizungen müssen generell die Eigenschaft „flexibel“ aufweisen, damit der Boden, bei durch Wärme verursachten Ausdehnungsbewegungen, mitarbeiten kann
- Beachten Sie unbedingt die Herstellerangaben der Bauchemie (ganz wichtig! Die Trocknungszeit vor Inbetriebnahme)
Wichtige Hinweise:
- Ihre Elektro-Fußbodenheizung ist ein speziell konzipiertes und entsprechend vorkonfektioniertes elektrisches Gerät, d.h. die Länge des Heizdrahtes ist wichtig für die Funktion. Ein Kürzen oder Verlängern der Heizleitung ist daher nicht zulässig.
- Keinesfalls das Heizdrahtende in ein Leerrohr verlagern!
- Den Heizdraht niemals knicken oder durch Zug belasten! (Biegeradius mind. 3cm)
- Kabelkreuzungen und Kabelkontakte untereinander sind nicht zulässig und können den Heizdraht beschädigen!
- Der Heizdraht ist sehr empfindlich gegen Torsion, d.h. ein verdrehen in sich! Ein Begehen der verlegten Heizung ist zwar unter äußerster Vorsicht möglich, sollte aber nur in Notfällen erfolgen.
- Achten Sie bei dem Umgang mit Werkzeugen (z.B. Zahnkelle) darauf, dass der Heizdraht nicht beschädigt wird.
Vorarbeiten:
- Wir empfehlen Ihre Elektro-Fußbodenheizung vor dem Einbau auf Funktion zu überprüfen, indem Sie kurzfristig an das 230V-Netz angeschlossen wird. Die Heizung nie im zusammengerollten Zustand (Auslieferungszustand) und nicht über längere Zeit testen, da es sonst zu einer Beschädigung des Heizdrahtes kommen kann. Nach dem Anschluss muss der Heizdraht innerhalb weniger Minuten eine spürbar höhere Temperatur erreichen, dann unverzüglich wieder vom Netz trennen.
- Der Untergrund zur Verlegung sollte fest, möglichst eben, sauber und weitestgehend staubfrei sein. Je nach Art des Untergrundes sollte eine geeignete Haftbrücke (Grundierung) aufgetragen werden.
- Sofern der Untergrund aus Holz oder anderen Materialien besteht, die eine Temperaturbeständigkeit <60°C aufweisen, ist die komplette Fläche mit einer Trennschicht von mind. 1-2mm abzuspachteln oder zu nivellieren.
- Legen Sie zu Beginn die Positionen der Regelung und der benötigten Leerrohre (2 separate) für die Zuleitung sowie der Fühlerleitung fest. Wir empfehlen ein 2. Leerrohr, damit die Fühlerleitung im Falle eines Defekts des Reglers leichter ausgetauscht werden kann.
- Der 230V-Netzanschluss (3x1,5mm²) erfolgt als feste Verbindung über eine handelsübliche Unterputzdose.
- Führen Sie die Fühlerleitung in ein Leerrohr. Verschließen Sie das Leerrohr an dem Ende, welches im Boden endet. Dieses Leerrohr sollte von der Leerdose bis ca. 10-20cm in die beheizte Fläche führen. Aufgrund des Durchmessers empfehlen wir, wegen der späteren Aufbauhöhe, den Boden aufzuschlitzen und das Leerrohr im Boden zu versenken.
Verlegung der Elektro-Fußbodenheizung:
- Tipp: Fangen Sie mit der Verlegung auf einer Längsseite des Raumes an, das spart Ihnen Schneidarbeit
- Stoßen Sie bei dem Ausrollen an eine Wand, trennen Sie das Gewebegitter durch (ohne den Heizdraht durchzuschneiden oder zu verletzen), drehen Sie die Matte im gewünschten Winkel (0-180°) und rollen die Matte weiter aus

- Diese Vorgehensweise können Sie solange wiederholen bis die Matte vollständig verlegt ist.
- Die Anschlüsse des Heizdrahtes zur Anschlussdose zurückführen, wie oben beschrieben.
- Sollten Sie die Matte im Raum um Hindernisse herum verlegen, lösen Sie einfach die benötigte Menge an Heizdraht von der Matte ab und verlegen den Heizdraht von Hand
- Eine Möglichkeit die Matte komplett zu fixieren besteht darin, diese mit Fliesenkleber an der einen oder anderen Stelle zu beschweren. Wollen Sie nur den Heizdraht am Boden befestigen bieten sich Nagelschellen an, achten Sie aber darauf den Heizdraht nicht zu beschädigen.
- Sie haben die Möglichkeit mehrere Heizmatten zu einer Heizfläche zu kombinieren. Hierzu werden die Anschlussleitungen aller Matten in die Unterputzdose verlegt und dort miteinander parallel geschaltet. Der maximal zulässige Strom am Schaltkontakt des Reglers muss eingehalten werden!
- Schließen Sie den Bodentemperaturfühler sowie die Anschlussleitungen der Heizmatte nach der Anleitung der Regeleinheit an.
Überprüfung der Installation und Probelauf:
Haben Sie alle Bauteile des Bausatzes in Ihrem Projekt untergebracht, überprüfen Sie bitte noch einmal die Installation anhand dieser Montageanleitung. Führen Sie diesen Probelauf auf jeden Fall durch, bevor Sie die Bauchemie einbringen!! Sollte ein Einbaufehler unterlaufen oder die Heizung beschädigt worden sein, haben Sie jetzt die Möglichkeit, dies ohne größeren Aufwand zu beheben!
Bevor sie nun die Heizung einschalten, führen Sie eine Sichtprüfung durch
- Messen Sie die Heizung mit einem geeigneten Messgerät (Ohmmeter) durch und tragen diesen Wert (bei mehreren Matten die Einzelwerte) im Prüfprotokoll ein
- Nehmen Sie Ihre Heizung in Betrieb und prüfen Sie, ob die Elektro-Fußbodenheizung warm wird.
- Schalten Sie nach Abschluss der Kontrolle die Heizung wieder ab.
- Sollten Probleme auftreten, finden Sie am Ende der Montageanleitung verschiedene Hilfestellungen.
Einbringen der Bauchemie und des Oberbelages:
Bevor Sie anfangen die Bauchemie aufzutragen, vergewissern Sie sich, dass die Fußbodenheizung außer Betrieb (Regler auf Nullstellung, Schalter auf „aus“ und vom Netz getrennt) ist. Die Funktion der Heizung kann den Austrocknungsprozess der Bauchemie empfindlich stören und diese sogar zerstören. Über den verlegten Heizdraht kann direkt mit den Fliesarbeiten begonnen werden. Hierbei sollte auf jeden Fall flexibler Fliesenkleber genommen und mindestens 5mm aufgetragen werden. Zum Schutz der Heizung empfehlen wir die Heizfläche mit einem flexiblen Ausgleichmasse oder Nivellierspachtel auszugleichen. Die Mindestaufbauhöhe liegt hier bei der Stärke des Heizdrahtes, sofern ein keramischer Oberbelag gewählt wird. Bei anderen Oberbelägen sollte die Bauchemie eine Mindestüberdeckung des Heizdrahtes von weiteren 10mm aufweisen. Diese Beläge müssen vom jeweiligen Hersteller „für Fußbodenheizung geeignet“ gekennzeichnet sein. Nach Austrocknung (Herstellerangaben) kann gefliest oder. ein anderer Oberbelag verlegt werden.
Abschlusskontrolle:
Messen Sie nach der Fertigstellung zum Abschluss die Heizung mit einem geeigneten Messgerät (Ohmmeter) durch und tragen auch diesen Wert (bei mehreren Matten die Einzelwerte) im Prüfprotokoll ein.
Fehlerbehebung:
Regler schaltet die Heizung ein, aber nicht mehr aus
- die Fühlerleitung ist nicht oder nicht richtig angeschlossen
- die am Regler eingestellte Bodentemperatur ist noch nicht erreicht
Heizdraht wird nicht warm
- Prüfen Sie den Heizdraht auf Beschädigungen
- Überprüfen Sie den Anschluss der Regeleinheit und des Fühlers
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